Drohnenführerschein Kosten 2026: was du wirklich bezahlst

Behördengebühren, Prüfstelle, Kurs oder App: hier siehst du auf einen Blick, welche Kosten für A1/A3 und A2 anfallen und wo du sparen kannst.

  • Mindestens 45 € für den legalen Start als Hobbypilot
  • A1/A3: 25 € LBA-Gebühr, Prüfung beliebig oft wiederholbar
  • A2: zusätzliche Prüfung bei einer benannten Stelle
  • Registrierung (e-ID): 20 € für Privatpersonen
  • Präsenzkurse sind optional, nicht Pflicht
  • DroneAce Premium: 6,49 € einmalig, kein Abo

Was kostet ein Drohnenführerschein? Für private Hobbypiloten lautet die kurze Antwort: mindestens 45 €. So viel verlangt das Luftfahrt-Bundesamt zusammen für den EU-Kompetenznachweis A1/A3 (25 €) und die Betreiber-Registrierung (20 €). Beim Fernpiloten-Zeugnis A2 kommt die Prüfung bei einer benannten Stelle dazu, deren Preis der Anbieter selbst festlegt. Außerdem brauchst du eine Haftpflichtversicherung. Der größte Unterschied entsteht bei der Vorbereitung: Ein Präsenzkurs kostet ein Vielfaches einer Lern-App, ist aber keine Pflicht.

Kosten für den A1/A3-Drohnenführerschein

Den Kompetenznachweis A1/A3 erwirbst du komplett online beim LBA: Onlinetraining und anschließend eine Prüfung mit 40 Multiple-Choice-Fragen in 45 Minuten, von denen du mindestens 75 Prozent richtig beantworten musst. Für die Ausstellung des Nachweises erhebt das LBA eine Gebühr von 25 €. Die Online-Prüfung kannst du beliebig oft wiederholen, die Gebühr fällt trotzdem nur einmal an. Der Nachweis gilt fünf Jahre.

Kosten für den A2-Drohnenführerschein

Für das Fernpiloten-Zeugnis A2 brauchst du zuerst den A1/A3-Nachweis. Danach folgen ein praktisches Selbsttraining, das du selbst erklärst, und eine zusätzliche Theorieprüfung bei einer vom LBA benannten Prüfstelle (PStF). Diese Stellen legen ihre Prüfungsgebühren selbst fest; das LBA macht zu deren Höhe nach eigener Aussage keine Angaben. Häufig wird die Prüfung als Paket mit Lernmaterial oder Kurs verkauft, vergleiche also, was enthalten ist. Für die Ausstellung des Zeugnisses selbst nennt das Gebührenverzeichnis des LBA 30 €.

Mindestkosten für Hobbypiloten: 45 €

Wer privat eine Drohne ab 250 g oder mit Kamera fliegt, braucht in Deutschland in der Regel beides: die Betreiber-Registrierung (20 € für natürliche Personen) und den Kompetenznachweis A1/A3 (25 €). Zusammen sind das 45 € an amtlichen Gebühren für einen rechtskonformen Start. Juristische Personen zahlen für die Registrierung 50 €. Die Haftpflichtversicherung kommt unabhängig davon hinzu.

Gebührenbescheide vom LBA: warum sie nachträglich kamen

Die Gebühren gelten für alle, die sich ab dem 18.06.2021 registriert oder den Nachweis erworben haben. Grundlage ist die Kostenverordnung der Luftfahrtverwaltung, die an diesem Tag in Kraft trat. Das LBA hat die entsprechenden Gebührenbescheide 2025 nachträglich verschickt. Viele Nutzer waren davon überrascht, weil bei der Registrierung damals kein Kostenhinweis zu sehen war. Betroffene finden ihren Bescheid nach dem Login im Nutzerkonto auf lba-openuav.de. Dort steht auch, welche Leistung abgerechnet wurde.

Kurs, App oder Selbststudium: wo die Kosten entstehen

Pflicht sind nur die Prüfungen selbst. Ob du zusätzlich einen Präsenz- oder Onlinekurs buchst, ist deine Entscheidung. Kurse lohnen sich vor allem, wenn du persönliche Betreuung oder praktische Flugübungen unter Anleitung möchtest. Für die Theorie reichen vielen Lernenden die offiziellen Unterlagen plus gezieltes Üben mit Prüfungsfragen.

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Preistabelle: Drohnenführerschein Kosten im Überblick

Oben stehen die amtlichen Gebühren, darunter optionale Kosten für Vorbereitung und Lernmaterial.

PostenWer bietet es anKostenPflicht?
Amtliche Gebühren
Kompetenznachweis A1/A3Luftfahrt-Bundesamt (online)25 € einmalig, Prüfung beliebig oft wiederholbarJa, für C1, C2, C3, C4 und Drohnen ab 250 g ohne Klasse
Betreiber-Registrierung (e-ID), PrivatpersonLuftfahrt-Bundesamt20 €Ja, ab 250 g oder mit Kamera
Betreiber-Registrierung (e-ID), juristische PersonLuftfahrt-Bundesamt50 €Ja, ab 250 g oder mit Kamera
Mindestsumme Hobbypilot (A1/A3 + Registrierung)Luftfahrt-Bundesamt45 €Ja
Fernpiloten-Zeugnis A2: PrüfungBenannte Prüfstelle (PStF)Legt die Prüfstelle fest, keine Angaben des LBANur für Flüge nahe an Menschen mit C2-Drohne
Fernpiloten-Zeugnis A2: AusstellungLuftfahrt-Bundesamt30 €Nur für A2
HaftpflichtversicherungVersichererJahresbeitrag je nach TarifJa, in Deutschland Pflicht
Optionale Kosten
Präsenz- oder OnlinekursFlugschulen, KursanbieterJe nach Umfang deutlich teurer als eine AppNein
DroneAce BasisDroneAceKostenlos (tägliches Fragen-Pensum)Nein
DroneAce PremiumDroneAce6,49 € einmalig, kein AboNein

Stand: 2026. Quelle der amtlichen Beträge: FAQ und Gebührenschlüssel des Luftfahrt-Bundesamts (LuftKostV). Preise der Prüfstellen weichen je Anbieter ab.

Häufige Fragen

Was kostet ein Drohnenführerschein insgesamt?

Als privater Hobbypilot zahlst du mindestens 45 €: 25 € für den Kompetenznachweis A1/A3 und 20 € für die Betreiber-Registrierung beim LBA. Dazu kommt die Haftpflichtversicherung. Beim A2-Zeugnis kommen die Prüfung bei einer benannten Stelle und 30 € Ausstellungsgebühr hinzu. Ein Kurs ist optional.

Ist der A1/A3-Drohnenführerschein kostenlos?

Nein. Das LBA erhebt für die Ausstellung des Kompetenznachweises A1/A3 25 €. Die Online-Prüfung darfst du beliebig oft wiederholen, die Gebühr fällt nur einmal an.

Warum habe ich vom LBA einen Gebührenbescheid bekommen?

Seit dem 18.06.2021 sind Registrierung und Kompetenznachweis gebührenpflichtig. Das LBA hat die Bescheide dafür 2025 nachträglich verschickt. Deinen Bescheid findest du im Nutzerkonto auf lba-openuav.de.

Was kostet der A2-Drohnenführerschein?

Die Prüfungsgebühr legt die jeweilige benannte Prüfstelle selbst fest, das LBA macht dazu keine Angaben. Für die Ausstellung des Zeugnisses verlangt das LBA laut Gebührenverzeichnis 30 €.

Muss ich wieder zahlen, wenn ich durchfalle?

Beim A1/A3-Nachweis nicht: Die Online-Prüfung beim LBA kannst du beliebig oft wiederholen, die Gebühr von 25 € fällt nur einmal an. Ob eine Wiederholung der A2-Prüfung extra kostet, regelt die jeweilige Prüfstelle.

Hat DroneAce ein Abo?

Nein. Das tägliche Lernpensum ist kostenlos, Premium kostet einmalig 6,49 € und verlängert sich nicht.

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